Electra

–Eau de roman–

Du denkst, du bist auf einer wilden Party. Tempo, Leichtigkeit, eine Stimme, die dich mitreißt. Doch je weiter du liest, desto klarer wird:

Es geht um

sehr viel mehr.

Electra führt ein Leben, das überzeugt. Sie ist privilegiert, frei, unkonventionell. Sie gilt als jemand, mit dem alles leicht ist.

Unkompliziertheit ist ihre Stärke.

Sie fühlt sich bestätigt, als sie diesen neuen Mann kennenlernt. Der Mann, der seine Familie verlässt, sein bisheriges Leben und sich für sie entscheidet. Er folgt ihr in eine Welt ohne feste Regeln. Doch was sich für ihn wie Freiheit anfühlt, wird für Electra zunehmend zum Gefängnis.

Erwartungen entstehen, Grenzen werden verhandelbar. Electra versucht zu verstehen, bleibt beweglich, passt sich an.

Sie ist stolz darauf, easy going zu sein.

Bemerkt aber nicht, wie diese Eigenschaft gegen sie verwendet wird. Ihr Leben wird zusehends extremer, ein neues Normal wird etabliert.

Doch sie kennt die Grenze zwischen richtig und falsch nicht. Bis zu dem Moment, als sie beginnt zu verstehen. Dem Moment in dem das Unerträgliche sichtbar wird.

Erst als Electra ihr Umfeld verlässt

–Mexiko, New York, Bali–

und damit auch die Erwartungen, die zu lange als selbstverständlich galten, beginnt sich zu zeigen, was im Lärm keinen Raum hatte.

Ihr Körper erinnert sich und bringt ein Leben zum Vorschein, in dem sie die Luft angehalten hatte.

Sie kann nicht mehr wegschauen. Nicht als Entscheidung. Als Konsequenz.

ELECTRA erzählt von Anpassung als Stärke. Von Selbsthass und dem Wunsch dazuzugehören. Von sozialen Erwartungen, die Zugehörigkeit versprechen – und Ausnutzung ermöglichen.

Ein Roman über Freiheit, die keine ist.

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